Stubenhockerei

Wir gehen nie hinaus, wir bleiben nur zuhaus'.

Bad Girls Go to Hell (1965)

In Bad Girls Go to Hell von Doris Wishman (1965) wird die Hauptfigur Meg durch einen lüsternen Hausmeister aus ihrem ruhigen, bürgerlichen Bostoner Eheleben gerissen – er vergewaltigt sie, er erpresst sie, er will sie noch einmal vergewaltigen und wird aus Notwehr von ihr erschlagen. Sie bekommt Angst vor den Konsequenzen (ZOMG, wie erklär‘ ich das nur meinem Mann!) und flieht – ohne Geld oder Unterkunft – nach New York, womit sie sich in eine regelrechte Odyssee der Scheiße hereinkatapultiert.

Für ein sonst recht cheesiges Sexploitation-Filmchen besitzt Bad Girls Go to Hell einen ziemlich düsteren Ton. Klar, der Film hat seine Macken – die Motivationen der Figuren werden nicht besonders geschickt dargestellt, die Kamera zeigt in Gesprächsszenen die willkürlichsten Dinge, nur nicht die sprechende Person (was offensichtlich von der unprofessionellen Nachsynchronisation ablenken sollte) – aber diese Fehler erzeugen einen ziemlich interessanten Effekt und geben dem Film sogar einen eigenen, eigentümlichen Charakter. Großartig ist er nicht, aber definitiv ansehbar. 65 Min. (6,5/10)

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 9. Januar 2012 von in Filme und getaggt mit , , , , , , .
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