Stubenhockerei

Wir gehen nie hinaus, wir bleiben nur zuhaus'.

{1955} dementia

Kennt man die Filme David Lynchs, so drängt sich einem beim Schauen von Dementia der Stempel Proto-Lynch auf: Eine junge Frau erlebt eine Nacht voll seltsamer Geschehnisse und Begegnungen und so ganz ist es nicht klar, ob sie bloß schlecht schläft oder doch dem Wahnsinn verfällt. Dabei wirken die Szenen relativ getrennt voneinander; die Protagonistin stolpert von Episode zu Episode, wobei die Episoden unterschiedlich gut sind. Toll gedreht ist er aber auf jeden Fall. Die Kulissen, die teils für die Hintergründe verwendet wurden, geben dem Ganzen noch zusätzlich eine unwirkliche Atmosphäre – überhaupt ist der Film wirklich auch richtig schön anzuschauen.

Besonders wirkungsvoll ist auch, dass im gesamten, sonst stummen, Film, nur das Lachen zahlreicher Protagonisten zu hören ist.

Seine einzige Unzulänglichkeit besteht darin, dass er bereits 1955 gedreht wurde und ich zuvor schon sämtliche Lynchs gesehen habe, weshalb es mir zunächst etwas schwer fiel, dem Film die Wertschätzung entgegenzubringen, die er verdient.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 17. April 2012 von in Filme und getaggt mit , , , .
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