1972. Irgendwo in einem kargen Landstrich Jugoslawiens (heute Mazedoniens) waren Soldaten in der Nähe eines kleinen Ortes voller Fabrikarbeiterinnen stationiert. Für die Frauen schickte es sich nicht, Kontakt zu den Soldaten zu pflegen, die ohnehin einen eher schlechten Ruf haben. Also leben beide Gruppen getrennt vor sich hin – Tausend Soldaten, Tausend Frauen und keine Kinder.
Regisseur Ačimović-Godina hatte wohl eigentlich ein filmisches Loblied auf die jugoslawische Armee drehen sollen, entschied sich statt dessen aber, diese kleine Geschichte zu erzählen. Der Film ist wunderschön gedreht und mit traumhaft psychedelischer Musik (leider konnte ich nicht herausfinden, von wem die wohl ist) unterlegt, deren Text eben den schönen Landstrich und die tausend Soldaten, tausend Frauen und fehlenden Kinder besingt. Wegen der Landschaft und des Themas dachte ich an die Wüsten-Sexszene aus Zabriskie Point und erwartete, dass 14441 kvadrat darauf hinauslaufen würde. Völliger Blödsinn, natürlich. Die beiden Gruppen bleiben unter sich, in ihren jeweiligen Dienstzwängen für Irgendetwas gefangen. Und die Melancholie darüber nährt Stimmen und Musik. ■(Malina)
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Alternative, elektronische und instrumentale Musik
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par benoit david
Filmreviews.
Filmbesprechungen für einen Grat statt Graben zwischen Arthouse und Exploitation
Die Musik dürfte von Mladen und Predrag Vranešević sein. Sie werden in der IMDb genannt, und wie man hier lesen kann, hatten sie zuvor auch schon Godinas ZDRAVI LJUDI ZA RAZONODU vertont. David hat bei uns diese beiden Filme und zwei weitere von Godina auch schon besprochen.
Vielen Dank für deinen Hinweis! Ich war mir soo sicher bei IMDb nachgeschaut zu haben….aber naja, so ist das manchmal. Und vielen Dank auch für die Verlinkung von Davids Besprechung. Mal sehen, wann wir mal dazu kommen einen weiteren Film von Godina zu sehen.