Stubenhockerei

Wir gehen nie hinaus, wir bleiben nur zuhaus'.

Symphonie Diagonale {Viking Eggeling, 1924}

symphonie diagonale

Abstrakte, weiße Figuren wachsen und vergehen in tiefer Schwärze. Viking Eggeling hatte Musik im Sinn, als er an diesem, seinem einzigen, Film arbeitete. Zuvor malte er lange Sequenzen abstrakter Figuren auf bis zu 15m lange Papierrollen – dass es irgendwann zu einem Film kommen musste, war fast unumgänglich. Ungefähr ein Jahr hat er an diesen knapp sieben Minuten Film gearbeitet, nur um wenige Wochen nach dessen öffentlicher Premiere zu sterben.

Wahnsinnig viel kann uns ein solcher Film heute wohl nicht mehr bieten, in unserer Welt, in der man so etwas in kürzester Zeit am Computer erstellen könnte; aber es muss ja nicht immer die große Erleuchtung sein.

Mich hat das auf- und abflackern der schönen Formen und Figuren an eine menschenleere Nacht voller Leuchtreklamen denken lassen. (Interessant, dass es Leuchtreklame in Deutschland schon seit 1896 gibt und diese gleich zu Anfang schon recht kreativ war. Von 1916 bis 1922 war sie allerdings verboten und erst ab 1925 leuchtete sie wieder vermehrt auf. Ob sie Viking Eggeling auch ein bißchen inspiriert hat? Wer weiß.) ■(Malina)

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 17. September 2014 von in Filme, Kurzfilme und getaggt mit , , , , , .
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